Subnetze und CIDR-Notation verstehen
Ein Subnetz ist ein kleineres Netzwerk, das durch Aufteilung eines größeren Netzwerks entsteht. Es dient dazu, IP-Adressen innerhalb einer Organisation nach Abteilung oder Stockwerk zu organisieren und eine Verschwendung von Adressraum zu vermeiden.
So lesen Sie die CIDR-Notation
Eine Schreibweise wie „192.168.1.0/24" – eine IP-Adresse gefolgt von einem Schrägstrich und einer Zahl – wird als CIDR-Notation (Classless Inter-Domain Routing) bezeichnet. Die Zahl gibt an, wie viele Bits für den Netzwerkanteil verwendet werden. Da eine IPv4-Adresse insgesamt 32 Bit umfasst, verbleiben bei /24 noch 8 Bit (2^8 = 256) für den Hostanteil, wodurch sich die Anzahl der in diesem Subnetz verfügbaren Adressen ergibt. Je größer die Zahl, desto weniger Adressen enthält das Subnetz.
Die Ergebnisse verstehen
- Netzwerkadresse: die erste Adresse des Subnetzes, die das gesamte Subnetz repräsentiert. Sie kann keinem Host zugewiesen werden.
- Subnetzmaske: gibt an, welcher Teil der Adresse zum Netzwerkanteil gehört, und entspricht der CIDR-Präfixlänge.
- Broadcast-Adresse: die letzte Adresse des Subnetzes, mit der Daten gleichzeitig an alle Hosts im Subnetz gesendet werden. Sie kann keinem Host zugewiesen werden.
- Nutzbare Hosts: die Anzahl der Adressen, die tatsächlich Geräten zugewiesen werden können, ohne Netzwerk- und Broadcast-Adresse.
Über IPv6-Subnetze
IPv6 verwendet 128 Bit und bietet damit einen wesentlich größeren Adressraum als IPv4. Zuweisungen für Privathaushalte und Organisationen erfolgen meist in /64-Blöcken, die allein schon 2^64 Adressen bereitstellen – praktisch unbegrenzt –, sodass eine Erschöpfung der Adressen wie bei IPv4 kaum ein Thema ist. IPv6 kennt zudem kein Broadcast-Konzept, und die Anzahl der Hosts wird anders berechnet als bei IPv4.